Pastor Martini wurde mit „Allen“ Stimmen gewählt!

Pastor Dr. Wilhelm Fuchs hat in seiner erstellten Festschrift und Chronik im Kapitel: „Die Priester und Pastoren der Süseler Kirche“, biografisch beschrieben und im Vorraum der Kirche führt die Pastorentafel diese Namen chronologisch auf. Allerdings fehlt die spannende Angabe in der Chronik wie die betreffenden Personen in Amt und Würden kamen.

Eine der vielen Aufgaben des Kirchengemeinderates ist die Mitwirkung und Errichtung und Besetzung von Pfarrstellen. Das war aber nicht immer so, wie die folgenden komplizierten Beispiele von Früher zeigen. So wird 1638 Pastor Wolfgangus Bahr vom Plöner Patron Herr Joachim Ernst vorgeschlagen, Pastor Bahr sei eine „düchtige Person, die von der Gemeinde gehördt ob jemandt seiner lehre oder lebens halber etwas einzuwenden hätte.“ Hier wurde noch das Wahlrecht der Gemeinde durchaus gewahrt, welches durch die unumschränkte Gewalt der damaligen Herrscher oft brüchig war. So wurde zum Beispiel Pastor Johann Christoph Munch von seinem Schwiegervater, dem amtierenden, aber kranken Süseler Pastor Casparus Oldermann zur Introducition vorgeschlagen. Der Bischof meldete zwar Bedenken an, aber in vetterlicher Freundschaft wolle er gern seine Zustimmung geben.

Als Pastor Hermann Harmsen im August 1741 ein dienstunfähiges Greisenalter in Süsel erreicht hatte, sah der Plöner Herrscher in Harmsens Stiefsohn Georg Christlieb Martini den geeigneten Nachfolger. Wieder sollte ohne ordentliche Wahl der Pastor ordiniert werden. Doch gerade bei der Wahl Martinis erhoben Eutin und auch Lübeck Einwände. Eutin hätte eine vorherige feundschaftliche-vetterliche Absprache lieber gesehen, dieses aber passte der Stadt Lübeck nicht und auch der Gutsbesitzer von Oevelgönne hatte sich „wider alles Vermuthen“ für eine ordnungsgemäße Wahl ausgesprochen. So traten zwei Kandidaten des Schweriner Ministeriums und Pastor Martini zur Probepredigten am 3. September 1741 an. Nach dem Anhören traten auf dem Kirchhof die Abgeordneten der einzelnen Dorfschaften (Plön; wegen Bujendorf der Eutiner Abgeordnete Justizrat Th. Wegener; für Oevelgönne der Cammerrat Stoll und für das lübsche Dorf Röbel in Vollmacht der St. Petrie Kirche Dr. C. F. Mensching) an die Gottesdienstbesucher heran und erkundete ihre Meinung. Das war eine Farce, denn längst hatten die Abgeordneten sich untereinander abgespochen und somit wenig auf die Meinung des Kirchhofes gehört. Martini wurde also mit allen 4 Curiatstimmen gewählt. Erst 1864 wurde per Kirchenorganisationsgesetz eine neuartige und moderne Gemeindekirchenverwaltung geschaffen.

Kommen wir nun zur jetzigen demokratischen, von mir zum größten Teil mitgestalteten Süseler Pastorengeschichte. 1971 wurde Pastor Gerhard Schmetzer Nachfolger des überraschend verstobenen Pastor Dr. phil. Wilhelm Fuchs. Dann gab es eine große Neuerung in unserer Kirchengemeinde, denn 1971 wurde vom Bischof Kiekbusch der Pastor Immo Zillinger, in die neue Pfarrstelle II mit dem Gemeindehaus in Sierksdorf, eingeführt. Pastor Schmetzer wurde 1995 in den Ruhestand verabschiedet, er bleibt aber der Süseler Kirche bis heute als Leiter des Posaunenchores erhalten. Sein Nachfolger wurde Pastor Matthias Hieber und bereits im Jahre 1991 wurde Dietmar Sprung neuer Pastor in Sierksdorf. Im Jahre 2002 gab es wiederum etwas Neues in Süsel, denn das Pastorenehepaar Nicola und Andreas Gruben teilen sich die Stelle in Sierksdorf, Pastorin Nicola Gruben ist somit die erste Pastorin in unserer Gemeinde. Dieses wurde dann im September 2010 gar durch geballte Frauenpower getoppt, denn im Einführungsgottesdienst begrüßte Propst Matthias Wiechmann Pastorin Nicole Thiel als Nachfolgerin des Pastorenehepaares Gruben, Kirchenmusikerin Almut Beyschlag und Küsterin Silke Rüting als neue Mitarbeiterinnen!

 

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Stand: 04.02.2018
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